Demokratie verteidigen – AfD stoppen!

Liebe Leserinnen und Leser,

ich habe Ihnen vor der Bundestagswahl zwei Wahlaufrufe geschickt und Sie gebeten, sich an der Bundestagswahl zu beteiligen, weil ich der Meinung bin, dass die Möglichkeit, wählen zu können, ein hohes demokratisches Gut ist.

Die Prognosen, die vor der Wahl aufgestellt worden sind, haben sich jetzt bestätigt. Die AfD ist drittstärkste Partei und zieht nun in den deutschen Bundestag ein. Mit dieser Partei ist zum ersten Mal seit 1949 eine Partei im Bundestag vertreten, die offen rassistisch faschistoide Thesen vertritt.

Die Bundesrepublik Deutschland hat vor dem Hintergrund ihrer eigenen Geschichte eine be-sondere Verantwortung wenn es darum geht, Demokratie und die Rechte aller Menschen zu schützen. Der Vorsitzende der AfD, Gauland, hat in seiner ersten Reaktion nach der Wahl heraus-posaunt „Wir werden uns unser Deutschland wiederholen!“. Dieses ist eine ungeheuerliche Aus-sage und hat mich dazu bewogen, Ihnen diese Nachricht zu schicken. Ich glaube es geht in Zukunft darum, dass alle demokratischen Parteien und wir als Bürger dazu beitragen müssen, dass populistische nationalistische Politik keinen Nährboden finden darf.

Was wir dagegen tun können ist, im Alltag dafür zu sorgen, dass Rechtspopulismus sich nicht entwickeln kann. Wenn wir im Diakoniewerk sagen „Alle gehören dazu“ dann bedeutet das, dass wir gegen jede Art von Diskriminierung von Menschen sind – egal, woher sie kommen, welcher Religion sie angehören und welche Hautfarbe sie haben.

Die AfD kriminalisiert in menschenverachtender Weise Flüchtlinge, die unter lebensbedrohlichen Bedingungen in unser Land gekommen sind. Auf ihren Zusammenkünften sind Parolen wie „Deutschland den Deutschen“ an der Tagesordnung.

Nach dem zweiten Weltkrieg haben die ehemaligen Insassen des KZs Buchenwald einen Schwur geleistet: „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“.

Wir sind weit davon entfernt, jedoch ist meine Position dazu: „Wehret den Anfängen!“

Stellen wir uns also gegen eine solche Politik und zeigen wir im täglichen Miteinander, dass das friedliche Zusammenleben aller Menschen das höchste Gut auf dieser Erde ist.

Es grüßt Sie ein sehr nachdenklicher

Sieghard Schilling
Geschäftsführer

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